Zur Startseite gehen
🚀 Rabatt bei Newsletter-Anmeldung!
Top Preise Große Auswahl Gratis Versand
EU-Flagge um das Thema Gesetzesentwurf zu Nikotinalternativen zu illustrieren

Auf einen Blick

  • Die EU legt einen Steuerentwurf vor und ignoriert dabei Kritik von Wissenschaft, Verbraucher:innen und Mitgliedstaaten.
  • Der Vorschlag sieht hohe und weitgehend einheitliche Steuern für rauchfreie Nikotinprodukte wie Nikotinbeutel und Vapes vor.
  • Millionen deutscher Verbraucher:innen nutzen Nikotinprodukte als Alternative zu Zigaretten.
  • Laut Markus Lindblad könnte der Entwurf Raucher:innen davon abhalten, auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen.
  • Mehrere EU‑Länder fordern ein flexibleres, risikobasiertes Modell.

Kompromissvorschlag zur neuen EU‑Tabaksteuerrichtlinie

Ein neuer Kompromissvorschlag zur kommenden Tabaksteuerrichtlinie der EU (Tobacco Tax Directive, TTD), in den Pouch Patrol Einblick hatte, wurde in Brüssel vorgestellt. Der Vorschlag sieht erneut hohe und stärker vereinheitlichte Steuern für rauchfreie Nikotinprodukte vor, darunter Nikotinbeutel und Vapes – Produkte, die heute von Millionen von Verbraucher:innen in Deutschland als Alternative zu Zigaretten genutzt werden. Trotz früherer Kritik scheint die Kommission nicht zugehört zu haben.

Scharfe Kritik am Vorschlag

Die Kritik ist umfassend. Verbraucher:innen und Wirtschaft argumentieren, dass die EU weiterhin versäumt, den Unterschied im Risiko zwischen Rauchen und rauchfreien Alternativen zu berücksichtigen – trotz einer wachsenden
wissenschaftlichen Grundlage und Erfahrungen aus mehreren Mitgliedstaaten.

Markus Lindblad, Kommunikationschef bei Haypp, meint, dass der Kompromissvorschlag das Gegenteil dessen erreichen könnte, was die EU anstrebt.

– Es ist wie eine zerkratzte Schallplatte. Die EU hat überhaupt nicht zugehört und präsentiert im Grunde denselben Vorschlag, der bereits starke Kritik ausgelöst hat. Ein Vorschlag, der weder in der Wissenschaft noch in der öffentlichen Gesundheit verankert ist. Dieser Vorschlag könnte es Raucher:innen in Deutschland erschweren, von Zigaretten wegzukommen. Wenn rauchfreie Alternativen nahezu wie Zigaretten besteuert werden, sendet man ein deutliches Signal, dass Risikounterschiede keine Rolle spielen – obwohl sie aus einer gesundheitlichen Perspektive entscheidend sind, sagt Lindblad.

„Keine neuen finanziellen Hürden“

Er warnt besonders vor den Folgen in Märkten, in denen rauchfreie Nikotinprodukte noch relativ neu sind und in denen Preis und Verfügbarkeit eine wichtige Rolle für die Entscheidungen der Verbraucher:innen spielen.

– In Ländern wie Deutschland, wo das Rauchen noch weit verbreitet ist, braucht es Anreize für den Umstieg auf weniger schädliche Alternativen – nicht neue wirtschaftliche Hindernisse. Eine vereinheitlichte EU-Regelung könnte alte Konsummuster verfestigen, statt positive Veränderungen mit weniger Raucher:innen und einer gesünderen Bevölkerung voranzutreiben, so Lindblad weiter.

Der Vorschlag für die neue Tabaksteuerrichtlinie wird nun weiter zwischen den EU-Mitgliedstaaten verhandelt. Die Frage, wie rauchfreie Nikotinprodukte besteuert werden sollen, bleibt umstritten, und mehrere Länder fordern ein stärker risikobasiertes und flexibleres Modell, das nationale Lösungen und Innovation ermöglicht.

Autor - Markus Lindblad Verfasst von Markus Lindblad

Ihr Warenkorb (0)

Noch nichts ausgewählt - fügen Sie jetzt Artikel hinzu, um fortzufahren.

Zwischensumme

0,00 € MwSt. 0,00 €